Erfahrungsbericht von Vanessa Matz
Diese Website entstand aus einer Idee, anderen Menschen zu helfen, die ebenso "krank" sind wie ich.
Ständige Darmprobleme (Durchfall, Verstopfung, Blähungen) quälten mich seit meiner Kindheit. Mit Mitte 20 kam meine erste Darmspiegelung, in der mir einige Darmpolypen entfernt werden mussten. Krankheiten wie Bronchities, Mandelentzündung und grippaler Infekt hatte ich mehrfach im Jahr. Darmpilze und Leaky-Gut-Syndrom kamen hinzu.
Viel zu spät bin ich an einen wirklich guten Arzt geraten, der mein Blut auf Lebensmittelunverträglichkeiten untersuchen ließ. Dort wurde diagnostiziert, dass ich eine Reihe LU (Lebensmittelunverträglichkeiten) habe und bestimmte Lebensmitteln vorerst meiden sollte. Um meine Darmschleimhaut zu reparieren, mein Immunsystem zu stabilisieren und weiteren Unverträglichkeiten vorzubeugen, begann ich meine Rotationsdiät.
Endlich ging es mir zum ersten mal seit Jahren wieder gut. Ich konnte regelmäßig und normal zur Toilette, fühlte mich nicht mehr schlapp und müde sondern fit, energiegeladen und rundum pudelwohl. Ich stellte mir meinen Wochenplan mit Lebensmitteln zusammen, wie er für mich am Besten war und genoß jede Mahlzeit. Mit jeder Woche nahm ich auch noch ab. Rund 10 Kilo habe ich in einem halben Jahr verloren. Laut Arzt purzeln die überflüssigen Pfunde unter anderem, da sich Wasser im Körper eingelagert hat um die unverträglichen Lebensmittel zu verarbeiten.
Nach 6 Monaten Rotationsdiät wurden kaum noch LUs diagnostiziert, bis auf Milch kann ich wieder alles zu mir nehmen. Ich führe jetzt ein beschwerdefreies glückliches Leben und bin seitdem nicht mehr krank gewesen!
Ich wünsche allen Leidensgenossen alles Gute und hoffe, dass diese Website ein Schritt in die richtige Richtung bedeutet und helfen kann.
Erfahrungsbericht von Sabine Theiding
Ein langer Weg bis zur Diagnose
Mit Bauchschmerzen war ich bereits als Teenager vielfach beim Arzt. Damals wurde auch eine Darmspiegelung durchgeführt. Dabei wurde zwar festgestellt, dass meine Darm in der Vergangenheit häufig entzündet war, nach der Ursache wurde jedoch nicht gesucht.
Die Darmschmerzen sind zeitweise verschwunden, kamen jedoch immer wieder. Für mich war das irgendwann normal. Ich hatte gelernt damit zu leben. Häufig erkrankte ich an Mandelentzündungen. Es entwicklete sich eine Neurodermitis, die zeitweise in Stresssituationen auftrat. So wechselten sich gesunde Haut und Haut mit dem juckenden Ausschlag ab. Die Neurodermitis trat an den unterschiedlichsten Stellen auf (Arm, Brust, Auge Mund, Rücken).
Es wurden relativ früh Allergien auf Beifuss und Kamille diagnositziert. Die Beschwerden dazu traten jedoch nur manchmal auf. Von Kreuzreaktionen zu Lebensmitteln habe ich lange Zeit nichts gewusst.
Erst als ich vor ca. einem Jahr eines morgens mit extrem geschwollenem Gesicht aufwachte und am ganzen Körper juckende Quaddeln hatte, wurde die Suche fortgesetzt. Urtikaria war die Diagnose. Die Ursachensuche war äußerst schwierig. Mehrere Ärzte haben sehr viel untersucht und wenig bewirkt. Relativ schnell wurden dabei weitere Pollenallergien (Gräser, Roggen, Beifuß) festgestellt. Dies erklärte jedoch nicht die Reaktionen. Ich habe ein Ernährungstagebuch geführt und selbst recherchiert. Jedoch war daraus nicht sofort ein Muster zwischen Ernährung und den Beschwerden erkennbar.
Durch meine Freundin bin an eine wirklich guten Arzt geraten, der sich auf Ernährungsfragen spezialisiert hat und sich mit Lebensmittelunverträglichkeiten und -allergien bestens auskannte.
Jetzt weiss ich endlich, dass ich eine Histaminintoleranz habe und eine Laktoseintoleranz. Der Bluttest zur Laktoseintoleranz ist ein GEN-Test, daher ist klar, dass auch mein Bruder betroffen ist. Die Histaminintoleranz ist bei mir realtiv stark ausgeprägt. Der Normalwert der histaminabbauenden Enzymaktivität (Diaminoxidase) liegt zwischen 9 U/ml - 40 U/ml. Mein Blut weist einen Wert von nur 3 U/ml.
Durch die Krankheiten ist auch zu wenig Eisen (Hämoglobin) in meinem Blut, mein Immunsystem dadurch also sehr geschwächt.
Seit der Diagnose meide ich histaminarme Lebensmittel und Milchprodukte. Außerdem achte ich auf frische gesunde Zutaten und möglichst unbehandelte Nahrung.
Die Urtikaria ist seitdem verschwunden und tritt nur noch auf, wenn ich "sündige" und mich nicht an die histaminarme Diät halte. Und auch in Sachen Neurodermitis bin ich zur Zeit beschwerdefrei. Alles ist noch ganz frisch, aber ich bin davon überzeugt, das meine Haut durch das Weglassen der Milch gesund wird.
